Freitag, 6. März 2015

Filmtipp: Whiplash

Eigentlich muss man für den Film, den ich euch empfehlen möchte, gar nicht mehr wirklich Werbung machen, schließlich war er gerade für 5 Oscars nominiert. Aber ich möchte euch das Drama Whiplash trotzdem sehr ans Herz legen und zwar vor allem aus einem ganz bestimmten Grund: wegen der phänomenalen Musik! Ich habe den Film im Cinema gesehen und konnte kaum ruhig sitzen, so sehr reißt einen die Musik der Film-Big Band mit. Sie spielt Jazz-Songs wie Caravan oder Whiplash, die man nach dem Film nie wieder vergessen wird. 

Es geht in Whiplash um einen Jazz-Drummer, der um jeden Preis in das Orchester von Terence Fletcher aufgenommen werden möchte und sich dafür die Finger - im wahrsten Sinne des Wortes - wund spielt. Er serviert er seine Freundin ab, um sein Leben ganz in den Dienst der Kunst stellen zu können und lässt sehr heftige Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten seines Mentors über sich ergehen.

Die Demütigungen sind nur schwer auszuhalten aber die Musikszenen entschädigen für die Qual. Sie sind künstlerisch so gut umgesetzt worden, dass man das Gefühl bekommt, live bei einem großartigen Jazz-Konzert dabei zu sein. 




Der Film wäre beinah gar nicht zustande gekommen, da ihn zunächst niemand finanzieren wollte. Zwei Produktionsfirmen erklärten sich 2012 dann glücklicherweise dazu bereit, die Produktion eines Kurzfilms zu unterstützen, der auf wenigen Seiten des Drehbuchs von Whiplash aufbaute. Der Kurzfilm wurde auf dem Sundance Festival vorgestellt und machte dort so viel Eindruck, dass sich schließlich doch noch ein Finanzier fand. Das zeigt mal wieder, dass man bei den Projekten, an die man glaubt, um ihre Verwirklichung kämpfen sollte. 

Ob man dabei aber - wie es im Film gezeigt wird - wirklich über seine eigenen Grenzen hinaus gehen und sich tief demütigen lassen sollte, das bezweifle ich stark. Auch wenn ein strenger Lehrer, Mentor, Professor, Chef o.ä. einen sicher voran treibt und in gewisser Weise auch motiviert, immer besser zu werden in dem was man tut, so ist es doch die größte Motivation, wenn jemand die eigenen Fähigkeiten zu schätzen weiß. 

Guckt euch den Film unbedingt in Originalsprache an, die deutsche Synchronisation ist unglaublich schlecht! In Originalsprache läuft er z.B. am 11. März um 19.30 Uhr im Cinema. Weitere Termine findet ihr hier: Cinema Zeiten und Karten.

Kommentare:

  1. Ich vermisse deine Blogposts!
    Den Film Whiplash habe ich übrigens Ende letzten Jahres gesehen und war sehr beeindruckt. Ich bin sehr froh, dass dieser besondere Film doch noch produziert werden konnte - was wäre der Welt sonst verloren gegangen...
    Ich schicke dir viele liebe Grüße und hoffe, es geht dir gut. :)

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    1. Du Liebe! Ich vermisse deine Blogeinträge auch! Guck mal hier ich hab was Neues gestartet: http://www.yogalifeandsoul.de/ <3

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